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Zweiter Arbeitseinsatz im Winterquartier

fledermäuse-leipzig
Veröffentlicht von in News · 10 November 2018
Tags: 3.November2018
Liebe Fledermausfreunde,
 
am Samstag dem 3. November 2018, fand wieder ein Arbeitseinsatz am Winterquartier in der Stahmelner Straße statt.
Trotz sehr später Ankündigung auf dem Forum konnten 6 von uns am Samstag mitmachen: Reinhard, Andreas, Micha, Wolfgang, Maxim und Claudius.
Diesmal stand die Versiegelung der nördlichen Öffnung der Röhre (auf der Seite Richtung Hallescher Straße) mit einer Mauer an. Das Amt für Umweltschutz hatte ca. 1000 € für Materialkosten einschließlich einer Gittertür bewilligt. Daher konnten Wolfgang, Micha und Andreas am Tag zuvor vom Baumarkt ca. 2 qm Hohlblocksteine, 7 Säcke Zementmörtel und Metallbänder kaufen.
Unser "Bauleiter" Reinhard hatte seinen Anhänger wieder mit allen notwendigen Spezialwerkzeugen
beladen, die sicherlich kaum einer von uns mal eben aus dem Keller holen könnte, darunter diesmal ein Stromgenerator, Flutlichtlampe, elektrischer Zementmischer, Handkreissäge zum Zurechtschneiden der Steine, ca. 60 L Wasser in Kanistern und dazu etliches Kleinwerkzeug.
Zu Beginn gab es erstmal wieder eine kurze Diskussionen mit dem Platzwart. Da wir mit einem Pickup/Geländewagen und einem Anhänger voll mit Baumaterial und schwerem Werkzeug anrückten, hatte Andreas vorher vom Vereinsvorsitzenden die Genehmigung eingeholt, mit unseren Autos auf das Gelände fahren zu dürfen. Der Platzwart wurde aber anscheinend nicht darüber informiert. Nach kurzer Argumentation
unsererseits hatte dieser aber ein Einsehen und öffnete ein Tor für uns, so dass wir eine halbe Stunde Zeit hatten, alles abzuladen. Grund des Unmutes war wohl, dass an diesem Tag wieder eine Veranstaltung des Vereins stattfand, die wir aber wie immer nicht störten.
Nach dem Ausladen legten wir unter der Anleitung von Reinhard sofort los, also Zementmörtel anmischen (dankenswerterweise nicht mit reiner Muskelkraft) und Erde beseitigen sowie Nivellieren am zukünftigen Standort der Mauer. Um das Fundament zu festigen, brachten wir als erstes eine ca. 5 cm dicke Zementschicht auf den noch recht lockeren Boden aus Kies und Erde auf. In jeder zweiten Reihe Hohlblocksteine verbanden wir außerdem die seitlichen Steine über Metallbänder mit der Wand der Röhre. Andreas fand noch einen besonderen Hohlblockstein unter denen, die in dem Bunker wohl mal als Bauschutt entsorgt wurden, der sich sehr gut als kleine Öffnung für Fledermäuse in die Mauer einbauen lies.
Als wir fast fertig waren, ging uns der Zement aus, so dass wir nochmal drei Säcke Zementmörtel dazu kaufen mussten (insgesamt also 10 Säcke). Am Ende hat Reinhard die Außenseite der Mauer noch voll verputzt, um sie besser abzudichten.
In der Zwischenzeit hatte Maxim noch die Lüftungslöcher in der Decke der Röhre mit Styropor, Steinen und Laub einstweilig abgedichtet. Eine längerfristige Lösung müssen wir uns noch überlegen.

Das Innere der Röhre ist immer noch staubtrocken. Andreas will deswegen demnächst einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitslogger dort deponieren. Wir haben kurz über Möglichkeiten nachgedacht, wie wir die Luftfeuchtigkeit erhöhen könnten. Eine Möglichkeit wäre vielleicht, mehrere mit Wasser gefüllte Wannen (o. a.) im Inneren zu platzieren. Allerdings müssen wir dann auch sicherstellen, dass keine Tiere darin ertrinken können. Außerdem könnte es effektivere und schnellere Methoden geben, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Hier sind Lösungsvorschläge von jedermann willkommen.
 
 
Der Termin für den nächsten Einsatz steht noch nicht fest, da die Gittertür wohl noch einmal bestellt werden muss. Ich werde mich bemühen, den Termin mindestens eine Woche vorher auf dem Forum anzukündigen.
 
 
fledermausfreundliche Grüße
 
 
Claudius


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